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Arthrose

Arthrose und wie Qi Gong helfen kann

Arthro­se ent­steht oft durch Über­ge­wicht und Bewe­gungs­man­gel und kann daher als eigent­li­che Zivi­li­sa­ti­ons­krank­heit ver­stan­den wer­den. Arthro­se-Pati­en­ten lei­den unter schmer­zen­den Gelen­ken, ein­ge­schränk­ter

Arthrose und wie Qi Gong helfen kann

Beweg­lich­keit und durch Medi­ka­men­tö­se Behand­lung her­bei­ge­führ­ten Neben­wir­kun­gen wie Magen­pro­ble­me und geschwäch­ten Blut­ge­fäs­sen. Für Per­so­nen mit Arthro­se eig­nen sich Qi Gong Übun­gen mit einem Fokus auf a) öff­nen und schlies­sen der Gelen­ke und b) einer bio­me­cha­nisch kor­rek­ten Kör­per­hal­tung. Das erste­re bil­det in den Gelen­ken zusätz­li­che Gelenk­flüs­sig­keit, was wie ein Stoss­dämp­fer im Gelenk wirkt – kei­ne Kno­chen auf Kno­chen Bewe­gung – und das zwei­te kor­ri­giert Fehl­stel­lun­gen die sonst zu über­be­an­spruch­ten Gelen­ken füh­ren kön­nen.

Synovialflüssigkeit und die Mechanik der Gelenke

Die Grund­struk­tur eines mensch­li­chen Gelenks ist ein Kugel­ge­lenk. Eine Kugel und ein Sockel sind wie ein Mör­ser und ein Stös­sel, und wie bei einem Mör­ser und einem Stös­sel besteht das Ziel dar­in, den ent­hal­te­nen Inhalt und nicht den Behäl­ter zusam­men­zu­drücken oder zu zer­mah­len. Eben­so sind mensch­li­che Gelen­ke nicht dafür aus­ge­legt, dass die Kugel auf der Pfan­ne schleift. In den Gelen­ken befin­det sich eine Sub­stanz namens Syn­ovi­al­flüs­sig­keit, die­se wirkt wie ein Hydrau­li­scher Stoss­dämp­fer und kann enor­me Kräf­te auf­neh­men. Die­se Flüs­sig­keit wirkt als Puf­fer zwi­schen Kugel und Pfan­ne und wird pro­por­tio­nal zur Höhe des auf­zu­neh­men­den Druckes zusam­men­ge­drückt.

Die biomechanisch korrekte Körperhaltung

Eine Grund­funk­ti­on der Mus­keln besteht dar­in, die Aus­rich­tung der Kno­chen in einem Gelenk sta­bil zu hal­ten, damit sich die natür­li­chen hydrau­li­schen Fähig­kei­ten des Gelenks mani­fe­stie­ren kön­nen. Wenn die Kugel und die Pfan­ne gleich­mäs­sig inein­an­der pas­sen, wird das Gelenk unab­hän­gig von der aus­ge­führ­ten Akti­on mit einem Mini­mum an Stös­sen bela­stet. Der Mensch soll­te 70 bis 80 Jah­re auf den Bei­nen lau­fen kön­nen und soll­te in der Lage sein, Din­ge mil­lio­nen­fach im Leben mit den Armen zu bewe­gen. Die Gelen­ke nut­zen sich nicht ab, wenn der Innen­druck der Gelenk­flüs­sig­keit kon­stant gehal­ten wird und die Kugel­ge­len­ke aus­ge­rich­tet blei­ben. Wenn jedoch die rich­ti­ge Aus­rich­tung ver­lo­ren geht, beschä­digt die Kugel die Fas­sung lang­sam oder umge­kehrt. Die stüt­zen­den Bän­der, Mus­keln und Seh­nen kön­nen über­dehnt oder beschä­digt wer­den, was zu einer wei­te­ren Fehl­aus­rich­tung führt. Die­ser Teu­fels­kreis führt dazu, dass die Gelen­ke geschwächt wer­den und ihre natür­li­che Funk­ti­ons­fä­hig­keit ver­lie­ren. So kann eine Per­son schliess­lich arthri­tisch oder zu schwach wer­den, um selbst die ein­fach­sten Auf­ga­ben zu erle­di­gen.

Gelenkprobleme wirken auf den ganzen Körper

Nach chi­ne­si­schem medi­zi­ni­schem Den­ken und der Wis­sen­schaft der Chi-Ent­wick­lung beginnt die Ener­gie im Gelenk zu sta­gnie­ren, wenn dort Pro­ble­me auf­tre­ten, das führt dann dazu, dass der Ener­gie­fluss mit dem Rest des Systems gestört ist. Die­se Situa­ti­on hat eine Rei­he äus­serst nega­ti­ver Aus­wir­kun­gen.

Start einer negativen Kettenreaktion

Zual­ler­erst wird die loka­le Durch­blu­tung ver­rin­gert, was dann die Durch­blu­tung im gesam­ten Kör­per ver­rin­gert. Zwei­tens, da das Chi oder die Ener­gie des Kör­pers im Gelenk sta­gniert, erhal­ten die inne­ren Orga­ne nicht so viel Ener­gie, wie sie benö­ti­gen. Drit­tens, obwohl das Gelenk reich­lich blockier­te Ener­gie hat, fehlt es immer noch an guter Ener­gie, und es beginnt somit, Ener­gie aus gesun­den Gewe­ben des Kör­pers zu zie­hen, wodurch die­se Gewe­be geschwächt wer­den. Die Abfol­ge der Schwä­chung des Gewe­bes ist: Die sta­gnie­ren­den Gelen­ke zie­hen Ener­gie aus ande­ren Gelen­ken, dann aus den Orga­nen, dann aus der Wir­bel­säu­le und dann aus dem Gehirn. Eines der ersten Zie­le von Qi Gong ist es, sta­gnie­ren­des Chi in den Gelen­ken zu lösen, weil dann Ener­gie rei­bungs­los durch das System flies­sen kann.

Geeignete Qi Gong Übungen als Arthrose Therapie

Übun­gen mit einem Fokus auf bio­me­cha­nisch rich­ti­ger Kör­per­hal­tung (Nei Gong Nr. 4) und sol­che die das Öff­nen und Schlies­sen der Gelen­ke för­dern (Nei Gong Nr. 7) kön­nen gegen Arthro­se hel­fen. Als Qi Gong Set emp­feh­len sich Dra­chen und Tiger und Ver­hei­ra­tung von Him­mel und Her­de. Das Wich­tig­ste ist jedoch täg­li­ches Üben. So 20 min pro Tag wäre ein Anfang. Je mehr man rein­steckt, je bes­ser das Resul­tat.

Quel­le:
Ope­ning the Ener­gy Gates of your Body – Chi Gung for Lifel­ong Health – by Bruce Frant­zis (Buch Sei­te 159)

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen:
Rheu­ma­li­ga Schweiz: Arthro­se
Deut­sche Rheu­ma Liga: Die Krank­heit – was ist Arthro­se?
Wiki­pe­dia: Arthro­se

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