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Arthrose

Arthrose und wie Qi Gong helfen kann

Arthro­se ent­steht oft durch Über­ge­wicht und Bewe­gungs­man­gel und kann daher als eigent­li­che Zivi­li­sa­ti­ons­krank­heit ver­stan­den wer­den. Arthro­se-Pati­en­ten lei­den unter schmer­zen­den Gelen­ken, dabei wird die Beweg­lich­keit ein­ge­schränkt.

Arthrose und wie Qi Gong helfen kann

Für Per­so­nen mit Arthro­se eig­nen sich Qi Gong Übun­gen, dabei soll der Fokus auf das Öff­nen und Schlies­sen der Gelen­ke und einer bio­me­cha­nisch kor­rek­ten Kör­per­hal­tung lie­gen. Das erste­re bil­det in den Gelen­ken zusätz­li­che Gelenk­flüs­sig­keit, dies wirkt im Gelenk wie ein Stoss­dämp­fer. So fin­det kei­ne Kno­chen auf Kno­chen Bewe­gung mehr statt. Das zwei­te kor­ri­giert Fehl­stel­lun­gen, dabei wer­den über­be­an­spruch­te Gelen­ke ent­la­stet.

Synovialflüssigkeit und die Mechanik der Gelenke

Die Grund­struk­tur eines mensch­li­chen Gelenks ist ein Kugel­ge­lenk, wobei die­ses aus einer Kugel und einer Pfan­ne besteht. Ein Gelenk ist mit einem Mör­ser ver­gleich­bar. Mit einem sol­chen ver­klei­nert man das in der Pfan­ne lie­gen­de Mate­ri­al, dabei soll der Mör­ser kei­nen Scha­den neh­men. Eben­so sind mensch­li­che Gelen­ke nicht dafür aus­ge­legt, dass die Kugel auf der Pfan­ne schleift. In den Gelen­ken gibt es Syn­ovi­al­flüs­sig­keit, falls genug davon vor­han­den ist, berüh­ren sich die Kno­chen nicht.

Viel Gelenk­schmie­re (Syn­ovi­al­flüs­sig­keit) ist also wich­tig, die­se kann mit der Funk­ti­on eines hydrau­li­schen Stoss­dämp­fers ver­gli­chen wer­den. Ein sol­cher kann enor­me Kräf­te auf­neh­men. Die Gelenk­schmie­re wirkt als Puf­fer zwi­schen Kugel und Pfan­ne, dabei wird sie pro­por­tio­nal zur Höhe des auf­zu­neh­men­den Druckes zusam­men­ge­drückt. Die Mus­keln sol­len die Gelen­ke sta­bil hal­ten, respek­ti­ve auch die Kno­chen opti­mal aus­rich­ten. Damit kön­nen sich die natür­li­chen hydrau­li­schen Fähig­kei­ten der Gelen­ke mani­fe­stie­ren.

Eine biomechanisch korrekte Körperhaltung hilft gegen Arthrose

Die Kugel und die Pfan­ne soll also gleich­mäs­sig inein­an­der pas­sen, denn so funk­tio­niert das Gelenk bei allen Bewe­gun­gen am besten. Der Mensch soll­te bis in das hohe Alter auf den Bei­nen lau­fen kön­nen, dabei soll­te er in der Lage sein, alle Glie­der unzäh­li­ge Male unge­hin­dert zu bewe­gen. Bei genü­gend Gelenk­flüs­sig­keit nut­zen sich die Gelen­ke nicht ab, vor­aus­ge­setzt die­se sind kor­rekt aus­ge­rich­tet.

Wenn jedoch die ana­to­misch kor­rek­te Aus­rich­tung ver­lo­ren geht, beschä­digt ent­we­der die Kugel lang­sam die Pfan­ne oder umge­kehrt. Stüt­zen­de Bän­der, Mus­keln und Seh­nen kön­nen dabei auch über­dehnt oder beschä­digt wer­den, indem dies pas­siert, kön­nen wei­te­re Fehl­aus­rich­tun­gen pas­sie­ren. Die­ser Teu­fels­kreis schwächt die Gelen­ke und die natür­li­che Funk­ti­ons­fä­hig­keit geht ver­lo­ren. So kann eine Per­son schliess­lich arthri­tisch und schwach wer­den, um selbst die ein­fach­sten Auf­ga­ben nicht mehr erle­di­gen zu kön­nen.

Gelenkprobleme wirken auf den ganzen Körper

Wenn im Gelenk Pro­ble­me auf­tre­ten, beginnt dort die Ener­gie zu sta­gnie­ren. Wenn das pas­siert, ist der Ener­gie­fluss im gan­zen System gestört. Die­se Situa­ti­on hat eine Rei­he äus­serst nega­ti­ver Aus­wir­kun­gen.

Start einer negativen Kettenreaktion

Zual­ler­erst wird die loka­le Durch­blu­tung ver­rin­gert, was dann die Durch­blu­tung im gesam­ten Kör­per ver­rin­gert. Zwei­tens, da das Chi oder die Ener­gie des Kör­pers im Gelenk sta­gniert, erhal­ten die inne­ren Orga­ne nicht so viel Ener­gie, wie sie benö­ti­gen. Drit­tens, obwohl das Gelenk reich­lich blockier­te Ener­gie hat, fehlt es immer noch an guter Ener­gie, und es beginnt somit, Ener­gie aus gesun­den Gewe­ben des Kör­pers zu zie­hen, wodurch die­se Gewe­be geschwächt wer­den. Die Abfol­ge der Schwä­chung des Gewe­bes ist: Die sta­gnie­ren­den Gelen­ke zie­hen Ener­gie aus ande­ren Gelen­ken, dann aus den Orga­nen, dann aus der Wir­bel­säu­le und dann aus dem Gehirn. Eines der ersten Zie­le von Qi Gong ist es, sta­gnie­ren­des Chi in den Gelen­ken zu lösen, weil dann Ener­gie rei­bungs­los durch das System flies­sen kann.

Geeignete Qi Gong Übungen als Arthrose Therapie

Übun­gen mit einem Fokus auf bio­me­cha­nisch rich­ti­ger Kör­per­hal­tung (Nei Gong Nr. 4) und sol­che die das Öff­nen und Schlies­sen der Gelen­ke för­dern (Nei Gong Nr. 7) kön­nen gegen Arthro­se hel­fen. Als Qi Gong Set emp­feh­len sich Dra­chen und Tiger und Ver­hei­ra­tung von Him­mel und Her­de. Das Wich­tig­ste ist jedoch täg­li­ches Üben. So 20 min pro Tag wäre ein Anfang. Je mehr man rein­steckt, je bes­ser das Resul­tat.

Quel­le:
Ope­ning the Ener­gy Gates of your Body – Chi Gung for Lifel­ong Health – by Bruce Frant­zis (Buch Sei­te 159)

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen:
Rheu­ma­li­ga Schweiz: Ursa­chen und Sym­pto­me
Deut­sche Rheu­ma Liga: Die Krank­heit

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