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Chi fühlen oder visualisieren?

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Chi fühlen oder visualisieren, was ist besser?

Chi Tipps für einen bewuss­ten All­tag
Für die Stei­ge­rung dei­ner Lebens­en­er­gie
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Chi füh­len oder visua­li­sie­ren? Ein Selbstversuch

Chi fühlen oder visualisieren

In unse­rem letz­ten Pra­xistipp lern­ten wir den Unter­schied zwi­schen füh­len und visua­li­sie­ren ken­nen. Wenn wir ler­nen, wie wir unser Chi füh­len kön­nen, durch­lau­fen vie­le von uns Pha­sen, wo die eine oder die ande­re Metho­de benutzt oder erfah­ren wird.

Wir wol­len heu­te noch­mals dar­auf zurück­kom­men. Ob wir unser Chi direkt füh­len oder visua­li­sie­ren, macht näm­lich einen Unterschied.

Wenn du dein Chi visua­li­sierst, dann arbei­test du mit Bil­dern. Mit ande­ren Wor­ten, du machst dir dabei eine men­ta­le Vorstellung.

Falls du aber dein Chi fühlst, dann kannst du die­ses direkt erfah­ren. Etwa so, wie wenn du dei­ne Hän­de anein­an­der reibst.

Es gibt ver­schie­de­ne Qigong-Rich­tun­gen. Da ist ein­mal die Feu­er­tra­di­ti­on, die­se setzt auf die Metho­de des Visua­li­sie­rens. Auf der ande­ren Sei­te gibt es die Was­ser­tra­di­ti­on, das ist die Metho­de, die wir bei Qigong Zürich unter­rich­ten. Bei Letz­te­rer wol­len wir mit dem Gefühl arbeiten.

Beide Methoden können zu Resultaten führen

Du kannst dir vor­stel­len, dass sich dein Chi auf eine bestimm­te Wei­se bewe­gen soll. Wenn du das tust, erzeugst du im Kör­per eine Ten­denz, die bewirkt, dass sich dei­ne Ener­gie so wie gedacht bewegt. Das funk­tio­niert so, weil dein Geist auf natür­li­che Wie­se mit dei­ner Ener­gie ver­bun­den ist. Wenn dei­ne Visua­li­sie­run­gen stär­ker und kla­rer wer­den, bewegt sich mehr Ener­gie. Schliess­lich beginnst du direkt zu spü­ren, wie sich dein Chi bewegt. Ab die­sem Zeit­punkt kön­nen dei­ne Visua­li­sie­run­gen und dei­ne Gefüh­le verschmelzen.

Falls du aber zuerst lernst, dein Chi zu füh­len, dann ist es anders. Wenn du mit dei­ner Absicht (Geist) dein Chi bewegst, dann spürst du direkt die Aus­wir­kun­gen dei­nes Gei­stes auf dei­ne Energie.

Für die mei­sten Men­schen ist der Visua­li­sie­rungs­an­satz am Anfang ein­fa­cher. Für die mei­sten von uns ist es ein­fa­cher, sich vor­zu­stel­len, wie sich Ener­gie durch einen Teil unse­res Kör­pers bewegt, als die­se tat­säch­lich zu füh­len. Wenn man die­sen Ansatz wähl­te, ist die Fähig­keit, Chi zu bewe­gen, auf lan­ge Sicht mög­li­cher­wei­se nicht so stark wie die von jeman­dem, der zuerst gelernt hat, sei­ne Ener­gie direkt zu spüren.

Chi fühlen oder visualisieren? Finde den Unterschied

Nimm dir über die näch­sten Tage täg­lich etwas Zeit und expe­ri­men­tie­re mit bei­den Metho­den. Benut­ze dazu eine ein­fa­che Bewe­gung wie das Öff­nen und Schlies­sen einer Hand.

Öff­ne und schlies­se eine Minu­te lang lang­sam eine Hand. Ver­su­che dabei zu füh­len, was in die­ser und an ande­ren Kör­per­stel­len mit dei­nem Blut, dei­nen Ner­ven und dei­ner Ener­gie geschieht.

Nun ist die ande­re Hand an der Rei­he. Öff­ne und schlies­se die­se auch eine Minu­te lang. Stel­le dir dabei vor, wie beim Öff­nen Ener­gie aus den Fin­gern und der Hand aus­tritt und die­se beim Schlies­sen der Hand wie­der zurückkommt.

Ver­glei­che die­se bei­den Erfah­run­gen. Über­le­ge dabei auch, ob die lin­ke oder rech­te Hand even­tu­ell sen­si­ti­ver ist. Dazu kannst du die­se klei­ne Übung mal mit der einen und dann mit der ande­ren Hand beginnen. 

Wenn du zukünf­tig mit dei­nem Chi-Bewusst­sein spielst, dann ach­te dar­auf, ob du dabei mit dem Gefühl oder mit Visua­li­sie­run­gen arbei­test. Es ist hilf­reich, die bei­den zu unter­schei­den und sich jeder­zeit dar­über im Kla­ren zu sein, wel­chen Ansatz man verfolgt. 

Viel Spass beim Üben.

Kudos & Copy­right:
Kathryn Komi­dar und Bill Ryan – Toward Har­mo­ny Tai Chi & Qigong

Über­setzt durch Hans­rue­di Jörg

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