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Das Gehirn „frisst“ den Körper

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Das Gehirn „frisst“ den Kör­per

Das Gehirn „frisst“ den Körper

Wie das Gehirn den Körper „frisst“

Wie fühlst du dich nach einem lan­gen Tag mit viel gei­sti­ger Akti­vi­tät? Da ist dir sicher auch schon auf­ge­fal­len, dass man sich aus­ge­laugt, ver­krampft oder ver­stimmt fühlt.

Oder hast du viel­leicht eine Zeit hin­ter dir, wo du von end­los krei­sen­den Gedan­ken geplagt wur­dest? Wo du so wie „im Kopf stecken­ge­blie­ben“ warst und dich schliess­lich kör­per­lich erschöpft fühltest?

In unse­rer moder­nen Welt beschäf­ti­gen wir uns mit vie­len Akti­vi­tä­ten, die haupt­säch­lich unser Gehirn und nicht unse­ren Kör­per betref­fen. Für vie­le von uns machen sol­che Akti­vi­tä­ten den gröss­ten Teil unse­rer Arbeits­wo­che aus. Nicht viel anders sieht es bei gesell­schaft­li­chen Anläs­sen und wäh­rend der Zeit, die man mit der Fami­lie ver­bringt, aus. Meist sit­zend ver­bringt man die Zeit mit reden oder unter­hält sich mit Fern­seh­sen­dun­gen, Fil­men oder ande­ren Sachen. Soll­ten wir einen frei­en Moment haben, dann zücken vie­le von uns das Han­dy, stecken das Gehirn „rein“ und las­sen den Kör­per hängen.

Seit Kon­fu­zi­us gibt es in Chi­na für die­se Situa­ti­on einen tref­fen­den Aus­druck. “Das Gehirn frisst den Kör­per” lau­tet die Über­set­zung. Der Begriff wur­de geprägt, um die Pro­ble­me kon­fu­zia­ni­scher Gelehr­ter zu beschrei­ben. Die­se waren näm­lich einem enor­men intel­lek­tu­el­len Lei­stungs­druck ausgesetzt.

Das Gehirn ist ein unglaub­lich nütz­li­cher Teil unse­res Kör­pers. Unse­re Gedan­ken kön­nen eine Quel­le gros­ser Freu­de sein. Aber was pas­siert, wenn wir unser Gehirn über­be­an­spru­chen und unse­ren Kör­per ver­nach­läs­si­gen? Dann schaf­fen wir ein Ungleich­ge­wicht. Das Gehirn und der Kör­per funk­tio­nie­ren am besten, wenn sie in Har­mo­nie arbeiten.

Das Gehirn soll den Körper nicht „fressen“

Ein grund­le­gen­des Prin­zip der tra­di­tio­nel­len chi­ne­si­schen Medi­zin lau­tet: „Wo der Geist hin­geht, geht das Chi“. Wenn du dein Gehirn viel benutzt, geht ein Gross­teil dei­nes Chi in dein Gehirn und in dei­ne Augen. Dabei kann die­ses dort stecken blei­ben, das geschieht ins­be­son­de­re wenn man den Rest des Kör­pers nicht ein­be­zieht. Unser Gehirn kann eine enor­me Men­ge Chi auf­sau­gen, beson­ders wenn sich unse­re Gedan­ken mit Licht­ge­schwin­dig­keit bewegen.

Ver­su­che, bei dei­ner näch­sten haupt­säch­lich men­ta­len Tätig­keit auch den Rest des Kör­pers bewusst wahr­zu­neh­men. Dazu kannst du klei­ne rhyth­mi­sche Bewe­gun­gen ver­wen­den. Zum Bei­spiel kannst du dei­ne Fin­ger ganz leicht in einem für dich pas­sen­den ent­span­nen­den Rhyth­mus leicht beu­gen und strecken. Alter­na­tiv kann man das­sel­be auch mit den Zehen machen.

Bei vor­wie­gend sit­zen­der Tätig­keit kön­nen auch kur­ze Bewe­gungs­pau­sen sehr hilf­reich sein. So kannst du dei­ne Ener­gie nach unten brin­gen und durch den Kör­per zir­ku­lie­ren las­sen. Gehen ist eine aus­ge­zeich­ne­te Mög­lich­keit, Chi aus dem Kopf zu zie­hen und im Kör­per zir­ku­lie­ren zu las­sen. Wenn du Qigong, Tai Chi oder eine ande­re ener­ge­ti­sche Pra­xis kennst, dann kannst du damit dein Chi wie­der zir­ku­lie­ren lassen.

Mach mit deinem Kopf des Öftern Pause

Es ist eine gute Idee, in die­sen Pau­sen auch dei­nem Geist eine Pau­se zu gön­nen. Anstatt wei­ter über das aktu­el­le Pro­jekt nach­zu­den­ken, kannst du beim Her­um­lau­fen dei­nen Geist in das Bewusst­sein des Kör­pers sin­ken las­sen. Sei acht­sam auf die Bewe­gun­gen und die Emp­fin­dun­gen dei­nes Körpers.

Das Ent­span­nen aller Mus­keln von Gesicht, Kopf und Nacken ist eben­falls eine gross­ar­ti­ge Mög­lich­keit, dies zu errei­chen. Ins­be­son­de­re der Bereich um die Augen her­um ver­dient beson­de­re Beach­tung, pro­bie­re auch die­se Zone los­zu­las­sen und zu rela­xen. Wenn dein Gefühls­be­wusst­sein sich in dei­nem Bauch oder in dei­nen Füs­sen fest­set­zen kann, ist das beson­ders hilf­reich. So kannst du fest­stecken­de Ener­gie aus dei­nem Kopf ableiten.

Das Ein­stim­men auf dei­ne Atmung kann ein wei­te­res kraft­vol­les Mit­tel sein. So kannst du dei­nen Geist und damit dei­ne Ener­gie aus dem Kopf holen und in die Bei­ne bringen.

Bit­te genies­se dein Gehirn, aber lass es dei­nen Kör­per nicht fressen.

Kudos & Copy­right:
Kathryn Komi­dar und Bill Ryan – Toward Har­mo­ny Tai Chi & Qigong

Über­setzt durch Hans­rue­di Jörg

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