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Dehnen im Frühling

Dehnen im Frühling

Pra­xis-Tipps für einen bewuss­ten All­tag
Für die Stei­ge­rung dei­ner Lebens­en­er­gie
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Deh­nen im spä­ten Frühling

Vor eini­gen Wochen haben wir über den Früh­lings­be­ginn geschrie­ben. Ab da ist es eine gute Zeit, um sich in der Übungs­pra­xis ein wenig zu dehnen.

Nun ist der Früh­ling vor­ge­schrit­ten und es ist gut, sich immer sanf­ter zu dehnen.

Der Früh­ling ist die beste Zeit des Jah­res, um ein Stret­ching-Pro­gramm durch­zu­füh­ren. Wenn du dei­nen Kör­per “öff­nen” las­sen möch­test, dann soll­test du dies im Früh­jahr tun. Genau­so, wie du es tun wür­dest, um Gemü­se oder Blu­men anzu­pflan­zen. Das macht viel Sinn, denn die Ener­gien dei­nes Kör­pers bewe­gen sich im Ein­klang mit den jah­res­zeit­lich beding­ten Ener­gien der Natur. In der Natur trei­ben die Ener­gien des Früh­lings das Wachs­tum an, sei es in Pflan­zen oder in dei­ner Fähig­keit, sich zu deh­nen und zu öffnen.

Was immer du jetzt ins Deh­nen inve­stierst, beein­flusst, wie gut du dei­nen Kör­per den Rest des Jah­res über öff­nen las­sen kannst.

Ein guter Weg, dies anzu­ge­hen, besteht dar­in, jeden Tag einen Übungs­teil extra zu absol­vie­ren. Dies also zusätz­lich zum gan­zen Übungssatz.

Wäh­le eine Übung oder Bewe­gung aus, in der du mit dem Deh­nen expe­ri­men­tie­ren möch­test. Gehe lang­sam und vor­sich­tig durch die Übung. Hal­te in ver­schie­de­nen Posi­tio­nen an und spü­re, ob du ent­lang der Bewe­gun­gen die Kör­per­tei­le etwas wei­ter aus­strecken könntest.

Dehntechniken

Begin­ne mit den Extre­mi­tä­ten des Ober­kör­pers, also Hän­de und Kopf. Arbei­te dich durch die­se Kör­per­tei­le zurück zu dei­ner Wir­bel­säu­le. Spü­re und deh­ne jeden Teil sanft, um zu sehen, ob du ein wenig mehr Nach­gie­big­keit bekom­men könntest.

Mache dann das­sel­be mit dem Unter­kör­per und erkun­den dabei die Bewe­gung von den Füs­sen bis zu den Hüf­ten und dem unte­ren Rücken.

Hal­te dich beim Erkun­den an das 70-Pro­zent-Prin­zip. Pro­bie­re zu Beginn, wie weit du dich deh­nen kannst, das sind dann dei­ne 100 Pro­zent. Beim wie­der­hol­ten Deh­nen sol­len dei­ne Bewe­gun­gen dann nur bis zu 70 Pro­zent davon gehen.

Zu dei­ner Über­ra­schung kann es in die­ser Jah­res­zeit gut sein, dass dei­ne 70 Pro­zent leicht grös­ser als erwar­tet aus­fal­len kön­nen. So kannst du dei­ne 70 Pro­zent in einem Bereich auch testen: Deh­ne soweit wie du glaubst, wo dei­ne 70 Pro­zent lie­gen könn­ten. Dann hal­te an die­sem Ort inne und las­se dein Gefühls­be­wusst­sein und die Früh­lings­en­er­gien dei­nes Kör­pers in den Bereich der Deh­nung „ein­sickern“. Las­se dann los und beob­ach­te, ob sich der Bereich wei­ter als zuvor und immer noch ohne Anstren­gung deh­nen lässt. Den­ke dar­an, dass du auch in der Deh­nung locker bleibst.

Achte auf das schwächste Körperteil 

Wenn du alle Tei­le dei­nes Kör­pers erkun­det hast, dann kannst du es mit einer ganz­heit­li­chen Kör­per­deh­nung ver­su­chen. Iden­ti­fi­zie­re den am wenig­sten dehn­ba­ren Teil dei­nes Kör­pers und deh­ne dann alle ande­ren Tei­le nur so weit, wie es dem am wenig­sten gedehn­ten Teil mög­lich ist. Dies ist das Prin­zip, wo besagt, dass man vom schwäch­sten Punkt aus zu arbei­ten beginnt.

Wenn du dei­ne Übungs­pra­xis auf die schwäch­ste Stel­le dei­nes Kör­pers aus­rich­test, erreichst du einen aus­ge­gli­che­nen Ener­gie­fluss durch den gan­zen Kör­per. Wenn man dies nicht tut, wer­den die Stel­len, an denen man sich zu weit dehnt, Ener­gie aus dem schwäch­sten Punkt zie­hen und die­sen wei­ter schwächen.

Falls du dein gesam­tes Übungs­set aus­ge­führt hast, dann strecke dich wei­ter aus. Aber fol­ge dabei dem Prin­zip des schwäch­sten Punk­tes so gut du kannst.

Beob­ach­te, ob du ein schö­nes Früh­lings­wachs­tum in Gang brin­gen kannst. Wenn du kannst, wer weiss, wel­che Art von Ern­te du bis zum Herbst haben wirst.

Genies­se den Früh­ling und deh­ne dich ab und zu.

Kudos & Copy­right:
Kathryn Komi­dar und Bill Ryan – Toward Har­mo­ny Tai Chi & Qigong

Über­setzt durch Hans­rue­di Jörg

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