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Finde einen guten Lehrer

Finde einen guten Lehrer, oder Lehrerin

Chi Tipps für einen bewuss­ten All­tag
Für die Stei­ge­rung dei­ner Lebens­en­er­gie
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Fin­de einen guten Leh­rer

Finde einen guten Lehrer
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Wel­ches ist der beste Weg, um das Bewusst­sein für dei­ne Lebens­en­er­gie respek­ti­ve dein Chi zu stei­gern? Fin­de einen guten Leh­rer und ler­ne mit ihm!

Für mehr Bewusst­sein kannst du selbst viel tun. Doch wenn du für einen guten Leh­rer bereit bist, wird das für dich von unschätz­ba­rem Wert sein.

Ein guter Leh­rer kann dich durch die Welt von Chi und Qigong füh­ren. Vor dir sind vie­le Men­schen die­sen Weg gegan­gen und es gibt ein gros­ses Wis­sen dar­über, wie man es gut macht.

Mit einem guten Gui­de musst du das Rad nicht neu erfin­den. So ver­mei­dest du grös­se­re Feh­ler, wel­che dich brem­sen oder sogar ver­let­zen können.

Wie findet man einen guten Lehrer? Oder Lehrerin?

Lei­der ist es nicht ein­fach. Unse­res Wis­sens gibt es bei uns im Westen kei­ne lang­jäh­ri­gen Tra­di­tio­nen mit Übun­gen, die die Lebens­en­er­gie stär­ken und kul­ti­vie­ren. Ver­mut­lich waren sol­che Tra­di­tio­nen in der Ver­gan­gen­heit schon ein­mal vor­han­den, aber das voll­stän­di­ge Wis­sen dar­über scheint ver­lo­ren gegan­gen oder ver­bor­gen gewe­sen zu sein.

Es gibt West­ler, die sich in den Anfangs­sta­di­en der Eta­blie­rung sol­cher Tra­di­tio­nen befin­den. Vie­le von uns im Westen expe­ri­men­tie­ren allei­ne und mit öst­li­chen Leh­rern, um Ener­gie­übun­gen zu ler­nen. Eini­ge die­ser Leu­te unter­rich­ten das Gelern­te dann in Kur­sen. Oft füh­ren sie ihre eige­nen Erfah­run­gen mit Wis­sen aus einer Rei­he ande­rer Quel­len zusam­men, um so einen “neu­en” Zugang zur Lebens­en­er­gie zu ent­wickeln, das bie­ten sie dann an.

“Wenn es in Chi­na ein Qigong-System nicht min­de­stens seit hun­dert Jah­ren gibt, so wer­den sol­che von den Mei­stern als Neu­heit oder Mode­er­schei­nung gehal­ten.” Das sagt unser Leh­rer Bruce Frant­zis zum The­ma. Das Funk­tio­nie­ren des mensch­li­chen Kör­pers mit all sei­nen Ener­gien ist kom­plex, wenn nicht sogar kom­pli­ziert. Es braucht Zeit und Erfah­rung, um her­aus­zu­fin­den, was bei vie­len Men­schen dau­er­haft und zuver­läs­sig funk­tio­niert und was nicht.

Seit Lan­gem gibt es glück­li­cher­wei­se aus Chi­na, Indi­en und anders­wo im Osten eta­blier­te Tra­di­tio­nen, auf die wir hier im Westen zugrei­fen kön­nen. Eini­ge die­ser Ener­gie­übun­gen sind Tau­sen­de von Jah­ren alt. Es kann jedoch schwie­rig sein, einen guten Leh­rer zu fin­den der die­se Tra­di­tio­nen kennt.

Viel zu oft sind Per­so­nen, die aus dem Osten Ener­gie­übun­gen zu uns brin­gen, schlecht und/oder unvoll­stän­dig aus­ge­bil­det. Wei­ter kann es auch vor­kom­men, dass die­se nicht bereit sind, ihr Wis­sen voll­stän­dig zu teilen.

Viel­leicht hast du das Glück, einen gut aus­ge­bil­de­ten Leh­rer zu tref­fen, der bereit ist zu unter­rich­ten. Dabei kann es aber auch pas­sie­ren, dass sprach­li­che und kul­tu­rel­le Unter­schie­de das Stu­di­um mit solch einer Per­son erschweren.

Suche nach einem guten Lehrer

Den­noch gibt es da draus­sen gute Leh­rer. Nach ihnen zu suchen kann sich loh­nen. Auf der einen Sei­te gibt es sol­che, die viel­leicht nur erfah­ren oder aus­ge­bil­det genug sind, um Anfän­ger zu unter­rich­ten. In der Anfangs­zeit kön­nen sol­che Leh­rer eine aus­ge­zeich­ne­te Lösung sein. Ande­rer­seits gibt es aber auch Leh­rer, die sich bes­ser für fort­ge­schrit­te­ne Schü­ler eig­nen. Sol­che ver­fü­gen die für Anfän­ger benö­tig­ten Lehr­fä­hig­kei­ten nicht. Im wei­te­ren Ver­lauf kann man dann zu einem sol­chen Leh­rer wechseln.

Bruce Frant­zis hat in sei­nem Buch „Tai Chi: Health for Life“ ein aus­ge­zeich­ne­tes Kapi­tel mit dem Titel “Choo­sing a Tea­cher” ver­öf­fent­licht. Das­sel­be Buch wur­de übri­gens auch unter dem Titel „The Big Book of Tai Chi“ veröffentlicht.

Nach­fol­gend fin­dest du ein paar Ideen, die du berück­sich­ti­gen soll­test. Wenn du einen Leh­rer oder eine Leh­re­rin suchst, dann soll­test du dir vor allem Zeit neh­men. Das ist wie ein Ein­kaufs­bum­mel, am besten schaust du dir ver­schie­de­ne Ange­bo­te an. Es geht ja dar­um, einen Leh­rer und ein Ener­gie­übungs­sy­stem zu fin­den, das Spass macht und den eige­nen Bedürf­nis­sen ent­spricht. Stel­le einem poten­zi­el­len Leh­rer Fra­gen wie:

Einige Fragen

1. Wie haben sie gelernt? Suche nach Leh­rern, die vie­le, vie­le Jah­re im Osten stu­diert haben. Vor­zugs­wei­se hat ein poten­zi­el­ler Leh­rer haupt­be­ruf­lich im Osten gelebt und lan­ge Zeit bei nur einem oder weni­gen Leh­rern studiert.

Vie­le West­ler, die im Osten stu­die­ren, “plau­dern”. Sie machen kur­ze Auf­ent­hal­te und ler­nen bei jedem Besuch einen ande­ren Stil mit einem ande­ren Lehrer.

Wenn du nicht direkt mit jeman­dem stu­die­ren kannst, der lan­ge im Osten gelebt und stu­diert hat, dann ver­su­che es mit einem sei­ner Schüler.

2. Wie vie­le Stun­den hat jemand gelernt und geübt? Die Anzahl der Jah­re, die jemand stu­diert hat, sagt wenig aus. Wich­ti­ger ist die Men­ge der über die Jah­re inve­stier­ten Lehr- und Übungs­stun­den. Jemand, der 20 Jah­re lang stu­diert, jede Woche eine Stun­de Unter­richt besucht und sel­ten allei­ne geübt hat, wird wahr­schein­lich nicht so geschickt sein. Im Ver­gleich wird eine ande­re Per­son, die 10 Jah­re lang stu­diert hat, jede Woche zehn Stun­den Unter­richt besucht und täg­lich vier Stun­den geübt hat, viel bes­ser abschneiden. 

Im Tai-Chi- und Qigong-Bereich dau­ert es nor­ma­ler­wei­se zwei bis fünf Jah­re inten­si­ven Ler­nens und Übens, bis jemand bereit ist, ein Anfän­ger­leh­rer zu werden.

3. Ist die Per­son ein guter Leh­rer? Beob­ach­te eini­ge sei­ner Klas­sen, denn so kannst du her­aus­fin­den, wie er unter­rich­tet. Fra­ge auch sei­ne Schü­le­rin­nen und Schü­ler nach deren Erfahrungen.

4. Wie vie­le Stun­den und wie vie­le Per­so­nen hat eine Per­son unter­rich­tet? Wie bei Fra­ge 2 ist die Anzahl der Lehr­jah­re weni­ger wich­tig. Ener­gie­übun­gen sind schwer zu ver­mit­teln, und man lernt sehr viel, je mehr Leu­te und je mehr Stun­den man unterrichtet.

Noch mehr Fragen

5. Wird es dir Spass machen, mit die­ser Per­son zu ler­nen? Unter­schied­li­che Leh­rer haben unter­schied­li­che Sti­le und Ansät­ze. Am Anfang ist es wich­tig, dass du den Stil und die Her­an­ge­hens­wei­se dei­nes Leh­rers genies­sen kannst. Wenn du fort­ge­schrit­te­ner bist, wird der Spass weni­ger wich­tig als das, was du ler­nen kannst.

6. Ver­bes­sert die Per­son stän­dig die Fähig­kei­ten sei­ner Schü­ler? Wir haben Schü­ler ken­nen­ge­lernt, die vie­le Jah­re bei dem­sel­ben Leh­rer blie­ben. Dabei haben sie aber sel­ten etwas gelernt, das ihnen erlaub­te, ihre Lebens­en­er­gie wei­ter zu ent­wickeln. Fra­gen Sie sei­ne Schü­ler nach ihren Erfahrungen.

7. Ver­traust du die­ser Per­son? Ist sie offen und ehr­lich in Bezug auf das, was sie weiss und nicht weiss? Respek­ti­ve, was sie dir bei­brin­gen kann und was nicht? Kannst du dich dar­auf ver­las­sen, dass du gut behan­delst wirst? 

Viel Glück bei dei­ner Suche.

Kudos & Copy­right:
Kathryn Komi­dar und Bill Ryan – Toward Har­mo­ny Tai Chi & Qigong

Über­setzt durch Hans­rue­di Jörg

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