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Relaxen

Einfach Relaxen, wie geht das? Der Praxistipp der Stunde.

Chi Tipps für einen bewuss­ten All­tag
Für die Stei­ge­rung dei­ner Lebens­en­er­gie
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Rela­xen ist sicher gut, aber wie geht das am einfachsten?

relaxen wie ein Tiger

Alle sind sich einig, dass es gut ist, sich zu ent­span­nen, oder? Bei Qi Gong Zürich tun wir das auf jeden Fall (Qi Gong aus­pro­bie­ren). Sobald du los­lässt und ent­spannst, dann kann sich dei­ne Lebens­en­er­gie im All­ge­mei­nen viel bes­ser bewegen.

Unse­re Erfah­rung zeigt jedoch, dass nur weni­ge Men­schen wis­sen, wie man ein­fach rela­xen kann.

Wie lässt man los, mit was kann ich rela­xen, wie ent­spannt man sich? Dao­isten in Chi­na waren von die­ser Fra­ge schon vor lan­ger Zeit fas­zi­niert. Sie beob­ach­te­ten Babys und Klein­kin­der, um her­aus­zu­fin­den, war­um die­se die ent­spann­te­sten und zugleich die mit der mei­sten Ener­gie aller Men­schen sind. Sie unter­such­ten auch Tie­re wie Tiger, die glei­cher­mas­sen ent­spannt blei­ben, egal ob sie sich lang­sam oder schnell bewe­gen. Und sie stu­dier­ten, wie Men­schen am besten trai­nie­ren kön­nen, um so ent­spannt wie Babys oder Tiger zu werden.

Die dabei gewon­ne­nen Erkennt­nis­se sind ein Bestand­teil der von uns gelehr­ten Prak­ti­ken. An unse­ren Kur­sen kannst du die­se Schritt für Schritt ler­nen. Es sind unse­re Trai­nings- und Bewe­gungs­me­tho­den, die zur Ent­span­nung führen.

Versuche zunächst mal die folgende kleine Relaxübung.

Set­ze dich auf einen Stuhl und zie­he die Schu­he aus. Ein beque­mer Ses­sel oder das Sofa ist auch gut geeig­net. Wenn du eine Bril­le trägst, dann lege die­se auch ab. Lege nun dei­ne offe­nen Hän­de in den Schoss, dabei sol­len die Hand­flä­chen nach oben zeigen.

Bewe­ge nun Fin­ger und Dau­men vor­sich­tig und lang­sam in Rich­tung der Hand­flä­chen, so als möch­test du eine zer­brech­li­che Kugel fas­sen. Auf hal­bem Weg sollst du die Hand wie­der öff­nen. Füh­re die­se Bewe­gun­gen wie­der­holt und rhyth­misch aus, dabei sol­len die Bewe­gun­gen nie auf­hö­ren. Las­se das Schlies­sen zum Öff­nen und das Öff­nen zum Schlies­sen wer­den. Stell dir eine pul­sie­ren­de Qual­le vor. So wie die­se soll dei­ne Hand rhyth­misch öff­nen und schlies­sen. Nor­ma­ler­wei­se je lang­sa­mer umso bes­ser. Expe­ri­men­tie­re mit der Geschwin­dig­keit und fin­den den „Puls“, wo du dich am mei­sten ent­span­nen kannst.

Den­ke jetzt auch an dei­ne Zehen. Im Ein­klang mit dei­nen Fin­gern kannst du jetzt auch die Zehen leicht öff­nen und schlies­sen. Pas­se dabei auf, dass die­se locker blei­ben und sich nicht ver­kramp­fen. Auch wenn sich die Zehen dabei kaum bewe­gen, ist das gut so.

Jetzt kannst du auch noch die Augen in die Rela­x­übung auf­neh­men. Schlies­se nun vor­sich­tig die Augen und öff­ne sie leicht im Ein­klang von Fin­gern und Zehen. Dabei soll dei­ne Sicht unscharf blei­ben. Anstatt etwas anzu­se­hen, kannst du die vor dir lie­gen­den Ein­drücke zu dei­nen Augen kom­men las­sen. Dies ist auch als peri­phe­res Sehen bekannt.

Pul­sie­re dei­ne Fin­ger, Zehen und Augen cir­ca zwei Minu­ten auf die­se Wei­se. Wenn du im Ein­klang dei­ner Übung ein- und aus­at­men willst, dann tue das. Wenn ande­re Kör­per­tei­le los­las­sen oder sich eben­falls etwas bewe­gen möch­ten, las­sen das auch gesche­hen. Spie­le mit der Geschwin­dig­keit dei­nes Pul­sie­rens aber lege den Fokus eher auf lang­sa­mer anstatt auf schnel­ler. Wie lang­sam kannst du dabei wer­den und trotz­dem in Bewe­gung bleiben?

Auf natürliche Weise relaxen

Bei die­sen Übun­gen stel­len die mei­sten Men­schen fest, dass sich der Kör­per auf natür­li­che Wei­se zu ent­span­nen beginnt. Dies steht im Ein­klang mit dao­isti­schen Erkennt­nis­sen und Theo­rien. Die­se besa­gen, dass man mit rhyth­mi­schen, lang­sa­men, mode­ra­ten und kon­ti­nu­ier­li­chen Bewe­gun­gen den mensch­li­chen Kör­per ent­span­nen kann. Aus­ser­dem stell­ten Dao­isten fest, dass sich sehr wahr­schein­lich der gesam­te Kör­per ent­spannt, wenn man die Hän­de, die Füs­se und das Gesicht ent­spannt respek­ti­ve relaxt oder los­lässt. Wenn du dich in den kom­men­den Tagen und Wochen ent­span­nen willst, dann spie­le jeden Tag ein paar Minu­ten mit die­sen klei­nen Übun­gen. Beob­ach­te dabei, was pas­siert und ob und wie es für dich funktioniert.

Viel Spass.

Kudos & Copy­right:
Kathryn Komi­dar und Bill Ryan – Toward Har­mo­ny Tai Chi & Qigong

Über­setzt durch Hans­rue­di Jörg

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