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Üben oder machen?

Üben oder machen?

Pra­xistipps für einen bewuss­ten All­tag
Für die Stei­ge­rung dei­ner Lebens­en­er­gie
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Üben oder machen?
Was von bei­dem machst du, wenn du dei­ne Übun­gen praktizierst?

Üben oder machen

Die mei­sten Leu­te unter­schei­den nicht zwi­schen üben oder machen. Das hat zur Fol­ge, dass man nicht das aus sei­ner Pra­xis her­aus­holt, was man könnte.

Man übt, wenn man sich auf einen ein­zel­nen Teil des Trai­nings­sy­stems kon­zen­triert und ver­sucht, die­sen einen Teil zu verbessern.

Man macht, wenn man das Übungs­sy­stem als Gan­zes übt.

Lass uns am Bei­spiel von Dra­chen & Tiger Qigong erklä­ren, was mit üben oder machen genau gemeint ist.

Schau­en wir uns zuerst das Üben an. Dabei kannst du die Zeit damit ver­brin­gen, jeden der vie­len Tei­le, die in das System ein­flies­sen, zu üben. Man kann das Atmen trai­nie­ren. Oder du kannst auf die Schul­tern ach­ten, sodass du lernst, die­se los­zu­las­sen und zu sen­ken. Man kann in jeder der sie­ben Übun­gen trai­nie­ren, wie die Füs­se den Boden berüh­ren. Oder du kannst üben, wie die letz­te Übung been­det wird. Du kannst die Fer­tig­keit dei­ner Hän­de ver­bes­sern, um Ener­gie weg­zu­drücken und rein­zu­zie­hen. Das alles ist mit üben gemeint.

Nun zum Machen. Hier­bei absol­viert man alle sie­ben Übun­gen der Rei­he nach und fügt dabei alle Tei­le naht­los zusam­men. Der Fokus liegt hier also weni­ger auf Details, son­dern viel mehr auf dem gros­sen Ganzen.

Wann soll ich üben und wann machen?

Wenn man „machen“ und „üben“ gleich­zei­tig tut, dann gibt es ein Pro­blem. Dabei machst du z. B. das gesam­te Übungs­set, ein Teil­set oder eine klei­ne­re Sequenz davon. Dei­ne Auf­merk­sam­keit springt dann beim Üben zwi­schen den ver­schie­de­nen Tei­len hin und her. Als Fol­ge davon kon­zen­triert man sich für ein paar Sekun­den auf einen Teil, dann einen ande­ren Teil und dann wie­der einen ande­ren u. s. w. Dabei möch­test du dich auch noch an alles erin­nern, was du ver­bes­sern könntest.

Auf die­se gute Wei­se wird im All­ge­mei­nen lei­der nicht trai­niert. Effek­ti­ves Trai­ning ent­steht nor­ma­ler­wei­se dann, wenn man den Teil immer wie­der übt, auf den man sich kon­zen­triert, respek­ti­ve der noch nicht so intus ist. Das Mot­to soll­te also lau­ten: wie­der­ho­len, wie­der­ho­len und noch­mals wie­der­ho­len. Wenn du die­sel­be Bewe­gung immer wie­der wie­der­holst, suchst du nach Ver­bes­se­run­gen. Mit sub­ti­len Anpas­sun­gen wird so dei­ne Tech­nik ver­fei­nert und dies geht dann in Kör­per und Geist über.

Wenn du effek­tiv übst, dann scheint der neu trai­nier­te Teil beim Machen des gan­zen Sets oft ein­fach so glatt reinzurutschen.

Gene­rell emp­feh­len wir unse­ren Schü­lern, ihre Qigong-Zeit jedes Mal in Zeit zum Üben und in Zeit zum Machen auf­zu­tei­len. Wenn du bei­spiels­wei­se Dra­chen & Tiger Qigong lernst und du zwan­zig Minu­ten Zeit hast, dann kannst du z. B. zu Beginn für fünf Minu­ten inter­es­san­te Details üben. Anschlies­send kannst du dann das gan­ze Set machen, was dann etwa 15 Minu­ten Zeit veranschlagt.

Wel­cher Akti­vi­tät man auch nach­geht, ob man dabei „übt“ oder „macht“, soll­te man sich immer bewusst sein. Hof­fent­lich kannst du vie­le Tei­le inten­siv üben, denn so wird dein Machen ange­neh­mer und nütz­li­cher werden.

Hab viel Spass dabei!

Kudos & Copy­right:
Kathryn Komi­dar und Bill Ryan – Toward Har­mo­ny Tai Chi & Qigong

Über­setzt durch Hans­rue­di Jörg

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